VME-Bussysteme
Systembeschreibung
Systembeschreibung har-bus® 64
mit Schaltfunktion
Technische Kennwerte
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In den 80er Jahren etablierte sich der VME-Bus als der meist verbreitete Industriebus mit Hunderten von Herstellern. Trotz zahlreicher neuer Bussysteme, die den schnellen Fortschritt in der Chip-Technologie nutzen, bietet der VME-Bus durch seine Fülle von Standardsystemen im Hinblick auf Robustheit und Zuverlässigkeit dem Anwender entscheidende Vorteile. Dies gilt besonders für den Echtzeitbetrieb, wo laufend unvorhersehbare Ereignisse zu bewältigen sind und das fein abgestufte Programmunterbrechungskonzept und die variable Prioritätensteuerung stets Ordnung schaffen. |
Mit der stetigen Leistungsentwicklung hat schließlich auch der bis heute bewährte dreireihige DIN 41 612 Steckverbinder seinen Grenzbereich erreicht, so dass eine Erweiterung des VMEStandards notwendig wurde.
Bei der Erweiterung der VME-Architektur auf 64 Bit und Datenraten von 160 Mbyte/s (VME 64x) spielte HARTING mit der Entwicklung des neuen rückwärtskompatiblen Steckverbinders har-bus® 64 mit 160 Kontakten eine Schlüsselrolle.
Für das optimale Design wurden im HARTING EMV-Zentrum umfassende SPICE-basierte Computersimulationen durchgeführt, die später durch Signalintegritäts-Messungen am realen Steckverbinder verifiziert wurden.
Hochpräziser Slot-Aufbau mit VME-Pinning zur Charakterisierung des Steckverbinders.
Rückwärtskompatibilität
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Das Design der har-bus® 64 Federleiste erlaubt es, fünfreihige und auch dreireihige Standard- Messerleisten aufzunehmen. Fünfreihige Messerleisten können ebenfalls auf dreireihige Federleisten gesteckt werden. Diese Art von Rückwärtskompatibilität gestattet dem Anwender den sukzessiven Einstieg in die gehobene Leistungsklasse bei gleichzeitiger Verwendung der vorhandenen Tochterkarten auf technisch weniger anspruchsvollen Steckplätzen. Damit ergibt sich bei allen Bussystemen, deren dreireihiger C96-Steckverbinder technisch nicht mehr ausreicht, die Möglichkeit, das System mit vorhandenen und bewährten Systemkomponenten den neuesten Anforderungen anzupassen. |
Not only VMEbus, but also existing proprietary bus systems for which 3 row 96 pin connectors are no longer performance sufficient, har-bus® 64 provides the opportunity to adapt the system economically without a complete redesign to a new bus architecture.
har-bus® 64 - fünfreihig – 160 polig
Die zwei zusätzlichen Kontaktreihen des har-bus® 64 bieten gegenüber dem DIN 41 612, Bauform C, Steckverbinder dem VME-Anwender folgende Vorteile:
Zusätzliche Steckverbinderkontakte für I/O- oder zukünftige Funktionen
Zusätzliche Spannungen 3,3 V und 48 V
Geographische Adressierung, d.h. der Bus erkennt, welche Karte gesteckt ist und konfiguriert sich eigenständig. „Plug & Play“
Verbesserte Signal/Massekonfigurationen und damit gesicherte Signalübertragungsraten bis zu 320 MByte/s
Live Insertion, d.h. Stecken von Karten bei laufendem Betrieb
Freie Pins für Prüf- und Wartungsbusse
Der Vorteil des har-bus® 64 im Detail
Die frei zur Verfügung stehenden Außenkontakte können je nach Anwendungsfall für bestimmte Funktionen, insbesondere für weitere I/O-Verbindungen genutzt werden oder bei optimaler Konfiguration als Masseschirm dem VME Bus Übertragungsraten bis 320 MByte/s sichern.
Die elektrische Belegung der einzeln angeordneten Außenkontakte erlaubt eine applikationsspezifische partielle Abschirmung.
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Vier voreilende Kontakte (1,5 mm) dienen während des Steckvorgangs dazu, die Logik der Sende-/Empfängereinheit in einen definierten Zustand zu setzen. Die Baugruppen können während des Betriebes gesteckt werden. „Live Insertion“.
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Die Anschlussstifte der Federleisten sind
in bewährter lötfreier Einpresstechnik
ausgeführt. | |
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Der Isolierkörperformstoff ist aus LCP,
inhärent flammwidrig nach UL 94-V0 und damit absolut
umweltfreundlich. Partiell vergoldete Anschlussstifte mit präzise gerundeten Spitzen ermöglichen den Einsatz von rückwärtigen Übergabesteckern. |
har-bus® 64 Systembeschreibung

Systembeschreibung har-bus® 64 mit Schaltfunktion
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Als typischer Multiprozessorbus muss der VME Bus kontinuierlich prioritätengerecht die Aufgaben an die unterschiedlichen Prozessorkarten verteilen. Dieses erfolgt durch die bekannten Daisy Chain-Leitungen. Das VME Protokoll fordert 5 Daisy Chains auf Position 1 einer jeden Backplane. Alle hier anstehenden Signale laufen per Definition durch sämtliche Tochterkarten, weshalb an unbeschalteten Eingängen die Signale gebrückt werden müssen. |
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Mögliche Überbrückungs-Varianten: 1. Es werden in die unbesetzten Steckplätze so genannte Dummykarten gesteckt, die das Überbrücken der Daisy Chain Leitungen übernehmen. 2. Eine Überbrückung kann auch durch das manuelle Stecken von 5 Jumpern auf der Backplane erfolgen. 3. Durch zusätzlich auf der Busplatine angebrachte IC´s mit integrierten ODER-Gattern kann ein automatisches Daisy Chaining realisiert werden. 4. Der fünfreihige har-bus® 64 Steckverbinder mit Schaltfunktion ermöglicht ein automatisches Überbrücken der Daisy Chain Leitungen. Durch integrierte Schaltelemente auf den Positionen a21-22, b4-5, b6-7, b8-9 und b10-11 werden die Signale bei nicht gesteckter Tochterkarte gebrückt. Die Schaltelemente öffnen sich automatisch beim Stecken der Tochterkarte, so dass diese das Daisy Chaining übernehmen kann. |
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Vorteile:
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har-bus® 64
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Kontaktzahlen |
160 |
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Anschlussraster (mm) |
2,54 |
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Betriebsstrom |
1 A bei 70 °C und Belastung aller Kontakte |
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Kleinste Luft- und Kriechstrecke |
Abstand in mm |
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Reihe a, b, c |
Reihe z, d | ||
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Zwischen zwei Reihen |
Luftstrecke |
1.2 |
1.2 |
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Kriechstrecke |
1.2 |
1.2 | |
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Zwischen benachbarten Kontakten (in einer Reihe) |
Luftstrecke |
1.2 |
1.0 |
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Kriechstrecke |
1.2 |
1.0 | |
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Die zulässige Betriebsspannung ist auch abhängig von den Luft- und Kriechstrecken auf der Leiterplatte und deren Verdrahtung |
je nach Sicherheitsbestimmung des Gerätes |
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Prüfspannung Ueff |
1 kV |
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Reihe a, b, c |
< 20 mΩ |
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Reihe z, d |
< 30 mΩ |
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>10 10 Ω nach IEC 60512-2 | |
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Temperaturbereich |
– 55 °C ... + 125 °C |
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Elektrischer Anschluss |
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Messerleiste |
Einlötstifte für Rasterlochung Ø 1,0 + 0,1 mm nach IEC 60326-3 |
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Federleiste |
Crimpanschluss
0,08-0,56 mm² |
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Lochdurchmesser der LP |
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Leiterplattenstärke |
> 1,6 mm |
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Empfohlener Lochaufbau der Leiterplatte |
nach EN 60352-5 |
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< 160 N | |
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Werkstoffe |
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Isolierkörper |
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Kontaktelemente |
Kupferlegierung |
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Kontaktoberfläche |
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Kontaktbereich |
veredelt je nach Anforderungsstufe |
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Anschlussbereich |
Flashgold |
Derating-Diagramm
Die Strombelastbarkeit eines Steckverbinders wird durch die thermische Belastbarkeit der Werkstoffe der Kontaktelemente einschließlich Anschlüsse und der Isolierteile begrenzt. Die Derating-Kurve gilt daher für Ströme, die dauernd, nicht intermittierend, durch jedes Kontaktelement der Steckverbindung gleichzeitig fließen dürfen, ohne dass die obere zulässige Grenztemperatur überschritten wird.
Mess- und Prüfverfahren nach DIN IEC 60512

Bei selektiver Bestückung können höhere Ströme übertragen werden. Die Anforderungen nach VITA 1.7 werden erfüllt.
har-bus® 64 mit Schaltfunktionen
Abweichende technische Kennwerte für die Schaltelemente.
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Kleinste Luft- und Kriechstrecke |
Abstand in mm | |
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Schaltpositionen | ||
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Zwischen zwei Reihen |
Luftstrecke |
0,5 |
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Kriechstrecke |
0,7 | |
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Zwischen benachbarten Kontakten (in einer Reihe) |
Luftstrecke |
0,5 |
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Kriechstrecke |
0,7 | |
Schaltelemente < 60 mΩ
Kompletter Steckverbinder < 180 N